Nennen wir sie Eugenie  – Lesung mit Maria Braig

in Kooperation mit DIB e.V. und Imbradiva e.V.

Der Roman erzählt auf der Grundlage eines realen Schicksals die Geschichte einer Lesbe aus dem Senegal, die ihr Land verlassen muss und in Deutschland Zuflucht sucht. Hier gerät sie in die Mühlen des Asylverfahrens und durchlebt alle Facetten menschlicher Gefühle in einer Welt, die ihr zugleich Freiheit verspricht und Ausgrenzung vorlebt.

Nennen wir sie EugenieDie junge Eugenie, die kurz vor Beginn ihres Studiums steht, muss den Senegal verlassen, weil ihre Liebe zu einer anderen Frau entdeckt wird. Eugenie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet. Das übliche Asylverfahren beginnt und sie muss alles über sich ergehen lassen, ohne wirklich zu verstehen, was die Behörden in diesem ihr so fremden Land mit ihr vorhaben.
Eugenie erlebt den Alltag in der Flüchtlingsunterkunft, einer heruntergekommenen ehemaligen Kaserne, bestimmt von Perspektivlosigkeit, Langeweile und der ständigen Angst vor der Abschiebung zurück in ihre Heimat, wo sie Gefängnis und die Morddrohungen ehemaliger Freunde erwarten. Eugenie trifft andere Geflüchtete, die alle ihre eigenen Schicksale mitbringen. Und sie trifft Jeff, eine deutsche Aktivistin, die sie unterstützt und in der sie eine Freundin findet. Gemeinsam versuchen sie alles, um Eugenies Abschiebung zu verhindern.

Die Osnabrücker Autorin Maria Braig, geboren 1957 in Isny im Allgäu, arbeitet hauptberuflich als Lkw-Fahrerin und schreibt nebenbei Bücher.

Im Anschluss an ihre Lesung findet ein moderiertes Gespräch mit den Anwesenden und Podiumsgästen statt.

Die Veranstaltung richtet sich an lesbische und bisexuelle Frauen*, queere und Trans*personen, die sich lesbisch orientieren.

Moderation: Elke Kreß
Termin: Freitag, 6. März 2020, 19.00 Uhr
Ort: LIBS (EG), Alte Gasse 38, Frankfurt am Main
Kosten: 3–6 EUR (nach Selbsteinschätzung)